Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt Schweiz 2011
Steigendes Transaktionsvolumen erwartet / Wohnimmobilien im Fokus / Green-Building-Standards wichtiges Investitionsargument / Interesse in Büroimmobilien lageabhängig / Hauptakteure: Privatinvestoren und Opportunity- / PE-Funds
ZÜRICH, 18. JANUAR 2011 – ZÜRICH, 18. JANUAR 2011 – Die Attraktivität von Immobilien-Investments in der Schweiz bezeichnen über 80 Prozent der befragten Unternehmen und Investoren im Immobilien-Markt als hoch. Zudem bewerten knapp 90 Prozent der Befragten den Standort Schweiz attraktiver als die benachbarten europäischen Staaten. Als wichtiger Grund wird hierbei die volkswirtschaftliche Stabilität genannt. 85 Prozent der Befragten erklären die steigende Nachfrage nach Immobilieninvestments mit den zunehmenden Inflationsbefürchtungen. Eine Mehrheit erwartet 2011 ein grösseres Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr, wobei vor allem Wohnimmobilien im Fokus stehen. Dies sind Ergebnisse aus der erstmaligen Umfrage von Ernst & Young zum Immobilien-Investmentmarkt, welche unter den bedeutendsten Unternehmen und Investoren in diesem Segment durchgeführt wurde.
Wohnimmobilien beliebt und teuer – Büroimmobilien lageabhängig
Einen starken Investmentfokus prognostizieren die Akteure bei Wohnimmobilien sowie ökologisch nachhaltigen Immobilien. Die Mehrheit rechnet mit steigenden Preisen, dies sowohl an A- (71%) wie auch B-Lagen (53%). An peripheren Lagen erwarten 58 Prozent immerhin ein stagnierendes Preisniveau. „Das unvermindert grosse Interesse in Wohnimmobilien lässt weiterhin steigende Preise erwarten. Ebenso haben der attraktive Kapitalmarkt sowie die Rückkehr von internationalen Finanzinvestoren eine preissteigernde Wirkung“, kommentiert Rolf Bach, Leiter Transaction Real Estate bei Ernst & Young.
Die Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsimmobilien wird als durchschnittlich, jedoch stark lageabhängig eingeschätzt. Bei Büroimmobilien an zentralen Lagen rechnet nur knapp die Hälfte der Befragten mit steigenden Preisen (47%), bei B-Lagen rechnen gut drei Viertel mit gleichbleibenden Preisen, und bei abgelegenen Immobilien gehen rund 70 Prozent von sinkenden Preisen aus. Noch skeptischer wird die Preisentwicklung für Einzelhandelsimmobilien beurteilt: Für zentral gelegene Immobilien erwarten 65 Prozent der Befragten gleichbleibende Preise und nur knapp ein Drittel geht von steigenden Preisen aus. Bei peripher gelegenen Immobilien gehen die Teilnehmer für das laufende Jahr von mehrheitlich sinkenden Preisen aus (76%).
Die grossen Akteure: Privatinvestoren und Opportunity- / PE-Funds
Als aktivste Käufergruppe nennen die Befragten an erster Stelle Privatinvestoren und Family Offices, gefolgt von Versicherungen, Wohnbaugenossenschaften und Immobilien AGs. Als Verkäufergruppen werden primär Opportunity- und PE-Funds erwartet, gefolgt von Immobilien AGs sowie internationalen Fonds und Unternehmungen. Finanzkrise ausgestanden?
Eine Mehrheit der Befragten (64%) ist der Meinung, dass die Finanzkrise ausgestanden ist und keine Notverkäufe zu erwarten sind. 70 Prozent sagen aus, dass die Finanzkrise für ihr Unternehmen nicht zum Verkauf von Bestandesimmobilien führen wird. „Im Vergleich zum Ausland hatte die Finanzkrise kaum Auswirkungen auf den Schweizer Immobilienmarkt. Im Gegenteil: der Immobilienstandort Schweiz hat an Attraktivität gewonnen“, sagt Daniel Zaugg, Partner Ernst & Young Real Estate.
Informationen zur Studie
Seit 2006 führt Ernst & Young jährlich eine Befragung unter den bedeutendsten Akteuren auf dem Immobilien-Investmentmarkt in Deutschland durch. In diesem Jahr wurde die Umfrage zur Erwartung des Investitionsverhaltens im laufenden Jahr erstmals auch in der Schweiz durchgeführt. Die Umfrage berücksichtigt die Antworten von 36 der rund 80 angefragten bedeutendsten Unternehmen und Investoren, die in den vergangenen Jahren am schweizerischen Immobilienmarkt aktiv waren.
Quelle: ey.com
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